Die Geschichte und der Ursprung des Brotes

(...und wie wir mit der aktuellen Veränderungen umgehen)

Über 1.500 verschiedene Brote, Backwaren und Kleingebäcke gibt es in Deutschland

Jeden Monat berichten wir euch über interessante und wichtige Themen rund um unsere Backstuben, unsere Produktion und die Menschen und Gesichter, die dahinter stecken. Im zweiten Beitrag dieses Monats entführen wir euch sowohl in die Vergangenheit als in die nahe Zukunft. Konkret bedeutet das, dass wir euch ein wenig die Geschichte des Brotes erzählen, sowie kurz und knapp auf die uns alle betreffende Veränderung in Sachen Mehrwertsteuer (und was das für unsere Backwaren bedeutet) eingehen.

Brot: Geschichte und Ursprung

In Deutschland gibt es über 300 Sorten Brot, ohne die circa 1.200 zusätzlichen Kleingebäcke, wie Brötchen und Brezen einzurechnen – nachzuprüfen im Brotregister des Deutschen Bäckerhandwerks. Man munkelt hier und da sogar, die Dunkelziffer an Back-Kreationen hier zu Lande wäre noch viel höher. Eines steht fest: Wir sind in Sachen Brot und Brotvielfalt weltweit ganz weit vorne. Doch wer hat Brot eigentlich „erfunden“, woher kommt es, wo liegen seine Ursprünge und seit wann isst der Mensch Brot in der Form, wie ihr es Tag für Tag bei uns kaufen könnt. Diesen und einige weitere spannende Fragen wollen wir heute auf den Grund gehen.

Die Geschichte des Brotes startet in der Jungsteinzeit, vor ca. 11.000 Jahren. In diesem Zeitraum fingen die Menschen an, ihr Getreide anzubauen. Anfänglich baute man Einkorn und Emmer – die Vorfahren und der Ursprung unseres Weizens – an. Die Körner wurden roh verspeist, irgendwann dann zerstoßen und eingeweicht sowie zu einem Brei angerührt. Bald darauf wurde der Brei dann von unseren Vorfahren auf Steinen und über dem Feuer erwärmt und die ersten Fladen entstanden in Form des getrockneten Breis. Die damals erste Form des Brotes war weder von der Konsistenz noch von der Haltbarkeit vergleichbar mit unseren heutigen Broten. Durch seine Festigkeit diente es dennoch und schon vor vielen tausend Jahren als idealer Snack unterwegs.

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Schon gewusst?: Brot hat seinen Ursprung in Ägypten

„Richtiges Brot“, so wie wir es heute in zahlreichen Abwandlungen kennen, wurde jedoch erst von den alten Ägyptern erfunden und gebacken. So sind den Ägyptern nicht nur die ersten Bäckereien zuzuschreiben, nein auch Backöfen, Tontöpfe und Backutensilien in ihrer einfachsten Form stammen von den Ägyptern und deren Geschichte vor über 6.000 Jahre ab.

Auch auf die ägyptische Welt zurückzuführen, ist die Erfindung verschiedenen Teigsorten und Arten, diesen zu verarbeiten. So entwickelten diese eine Methode, um den Brotteig schön luftig zu bekommen in dem der Teig stehen bleibt und man diesen „gehen lässt“. Und so sorgten schon damals winzige Hefepilze und Milchsäurebakterien durch freigesetztes Kohlendioxid für die heute noch genauso wichtige Gärung des Teiges. Die Gärung ist allerdings nicht nur für den Prozess des Brotes entscheidend, sondern auch für den Namen „Brot“ selbst. So stammt der Begriff Brot vom althochdeutschen Wort „prôt“ ab. Das bedeutet „Gegorenes“ und aus diesem wiederum kneteten die alten Ägypter bereits über 30 (!) verschiedene Sorten Brot. Sind es heutzutage eher die Deutschen, welche als solche bezeichnet wurden, sprach man schon vor mehreren tausend Jahren von Ägyptern automatisch von „den Brotessern“, wenn man über sie sprach.

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Vielleicht beisst ihr nun mit etwas mehr Wissen in euer nächstes Brötchen? 🙂

Auch die alten Römer haben ihren Teil zur Geschichte des Brotes beigetragen. Die Israeliten schauten sich die Kunst des Brotbackens nämlich einst von den Ägyptern ab, brachten dieses nach Griechenland und von dort aus ins Römische Reich. Die Römer waren für die Revolution des Brotes verantwortlich, gründeten erste Großbäckereien, entwickelten steinerne Drehmühlen für das Zermahlen der Körner und feilten an der besten Methode der Verarbeitung. Dem schlechten Wetter des Nordens war es zu verdanken, dass die Römer ein neues Getreide brauchten, denn dort spross das ihnen bekannte Getreide einfach nicht. So hielten sich die Römer an Roggen. Dieses Getreide lies sich trotz seines damaligen Rufes als „reines Unkraut“, ideal anbauen und zu Teigen und Broten verarbeiten.

Wir Menschen konnten also mit Weizen- und/oder Roggenmehl backen. Immer mehr Rezepte und Sorten wurden erfunden und schnell wurde das Brot zu dem Grundnahrungsmittel schlechthin und bis heute weltweit erklärt. Brot isst man weltweit morgens, mittags, abends. Zu Fleisch, Fisch, Pasta, Gemüse oder auch pur. Ein eindeutiges Kennzeichen von Brot ist sein ebenfalls auf der ganzen Welt und in allen Ländern unterschiedlicher Geschmack. Warum das so ist? – In Bezug auf Deutschland ist die Vielfalt der Brotsorten auf das späte Mittelalter zurückzuführen. Da bestand Deutschland aus zig unabhängigen Herzogtümern und Städten und innerhalb dieser Grenzen entwickelten sich eigene Sitten und Gebräuche sowie unzählige unterschiede Brotsorten – ein „Reichtum“, der bis heute vorherrscht. Hättet ihr’s gewusst?

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Brot zählt weltweit zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln

Veränderungen damals und heute

Nun wisst ihr ein wenig mehr über den Ursprung des Brotes. Da hat sich einiges getan, beziehungsweise wurde vieles von unvorhersehbaren Dingen geleitet und gesteuert. So haben wir die Vielfalt und bis heute weltweit bekannte „deutsche Qualität“ von Broten auch sicherlich einigen geschichtlichen Zufällen zu verdanken. Ein wenig vergleichbar mit der aktuellen Situation mit Corona, welche uns sicherlich auch vor ungeahnte und ebenfalls nicht vorhersehbare Herausforderungen stellt und den damit verbundenen Veränderungen konfrontiert, die uns alle betreffen. So zum Beispiel die befristete Mehrwertsteuer von 19% auf 16% beziehungsweise von 7% auf 5%. Auch wir mit unseren Backstuben und unseren Waren geben diesen reduzierten Steuersatz an euch weiter.

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Beste Qualität bei all unseren Backwaren und Broten sind für uns das A und O.

…und was das für euch bedeutet:

Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung hat in Folge der Corona-Pandemie beschlossen, dass die Mehrwertsteuer von 01.07.2020 bis 31.12.2020 gesenkt wird. Die daraus entstehenden steuerlichen Vorteile werden vollumfänglich an euch als Endverbraucher und Kunde unserer Backstuben weitergegeben. Das bedeutet auch, dass sich unsere unverbindlichen Preisempfehlungen ändern und sich die Preise anpassen. Bei uns ist tritt die Senkung der Mehrwertsteuer bereits ab dem 29.06.2020 für euch in Kraft.

Wir freuen uns weiterhin sehr auf euch als Gast und Kunden in unseren Backstuben!

Wir freuen uns auf euch und unseren nächsten Beitrag.

Focus F.A.Z.