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15.02.2222

Die Backstube Wünsch erklärt: Wie euch das perfekte Brot gelingt

+ + + Das ist für das perfekte Brot wichtig + + +

Exklusiv für euch, haben wir unseren Produktentwickler Herrn Adam Ratay, um ein Rezept gebeten. Ein Rezept, welches wir euch weitergeben wollen, um euch so das Backen eines einfach herzustellenden Dinkelroggenmischbrotes in der eigenen Küche zu ermöglichen. Außerdem erklären wir euch, worauf es beim Brotbacken ankommt und wie ihr euer Brot ideal einfrieren und wieder auftauen könnt. Los geht’s!

Worauf es bei dem perfekten Brot ankommt

Brot backen kann jeder lernen. Mit den richtigen Kniffen gelingt auch euch euer Brot.

Brot backen macht richtig Spaß und mit den richtigen Handgriffen gelingen euch wundervolle kleine Kunstwerke. Doch worauf kommt es an und was gilt es zu wissen, um das perfekte Brot zu backen. Wie bei so vielem im Leben sind die mitunter wichtigsten Zutaten Zeit und Geduld. Wenn ihr euch also vornehmt ein Brot zu backen, macht es nicht schnell, schnell zwischen Tür und Angel, sondern plant euch dafür extra ein Zeitfenster ein. Auch eine entsprechende Vorbereitung ist nötig, genauso wie alle Utensilien und Zutaten bereitzustellen. Ein weiterer Punkt, welcher auch gerne mal unterschätzt wird, ist die richtige Raumtemperatur. Teige mögen es niemals zu kalt, immer warm. Bei Raumtemperatur fühlen sowohl wir, als auch die Brotteige sich am wohlsten.

Gute Rohstoffe aus der Region sorgen gleich doppelt für ein gelungenes Back-Ergebnis

Für zu Hause empfehlen wir euch die Nutzung einer hochwertigen Trocken-Sauerteigmischung. Die gibt es zu kaufen und funktioniert unkomplizierter und sicherer, als eine flüssige Sauerteigmischung. Bei der Wahl eures Mehls und euren Rohstoffen solltet ihr auf hochwertige Qualität achten – mit Rohstoffen von entsprechender Qualität, bestmöglich noch regional, backt es sich noch besser. Damit euer Brot aber wirklich ganz sicher gelingt, gibt’s noch einen Tipp von uns für euch on top: Haltet euch wirklich grammgenau an das Rezept. Manchmal entscheiden schon kleine Nuancen und Abweichungen, ob euer Brot gut aufgeht, die perfekte Krume und Kruste gelingt und so schmeckt, wie ihr euch das wünscht. Also selbst, wenn ihr ansonsten vielleicht hier und da „Pi mal Daumen“ gelten lasst ;-), beim Brot backen bitte nicht. Außerdem empfehlen wir euch, das Brot nach Ablauf der Backzeit sofort aus dem Ofen raus zu nehmen. Noch die Restwärme des Ofens zu nutzen und dort auskühlen zu lassen kann euer Brot in den letzten Zügen noch zu einem zu harten und somit auch geschmacklich nicht perfekten Brot werden lassen.

Merkt euch am besten die Faustregel: „Lieber zu warm, als zu kalt aufarbeiten!“ Das gilt sowohl für euer verwendetes Wasser, die Temperatur beim Ofen und auch bei der Raumtemperatur. Zu viel Wärme mögen Teige zwar auch nicht, aber bei Kälte geht es den werdenden Broten wie uns Menschen: Sie kommen einfach nicht in Gang! 😉

Gewusst wie! Auch Brot einfrieren ist möglich – es gilt: Gewusst wie!

Wir hoffen, dass wir euch mit diesen Tipps a) für euer nächstes Brot geholfen haben und b) eure Lust, nun selbst loszubacken, ein wenig gesteigert haben. Übrigens: Wenn Brotbacken für euch vollkommen neu ist, dann wagt euch am besten erst an etwas leichter zu backende Brote heran. Dazu zählen Weizenroggenmischbrote, oder auch Dinkelroggenmischbrote – die gelingen euch gewiss. Schwieriger wird es beispielsweise mit Broten, welche eine längere Zubereitungs- und Backzeit haben sowie keine Hefe enthalten – das könnte für den Anfang etwas zu viel sein. Lasst euch aber auf keinen Fall entmutigen, denn grundsätzlich gilt: Brot backen kann jeder lernen, der es möchte. Man muss sich – wieder wie bei allem im Leben – einfach nur trauen und sich Zeit dafür nehmen.

Traut euch und backt euch euer erstes eigenes Brot!

Wer so gerne backt, dass er gar nicht mehr aufhören will, der hat am Ende des Tages viel zu viel Brot gebacken. Darum lohnt es sich auch zu wissen, wie man Brot – auch unseres von der Backstube Wünsche – am besten einfrieren kann. Das Einfrieren steht und fällt mit der Verpackung. Wichtig ist die Nutzung von Einfriertüten und -beuteln und das möglichst luftfreie Einfrieren – drückt also so gut wie möglich die Luft aus den Tüten. Verwendet nicht irgendwelche Plastik- und/oder Papiertüten – Eiskristalle sind vorprogrammiert. Habt ihr Lust auf Brot und welches im Eisfach, solltet ihr dieses am besten über Nacht bei Raumtemperatur im Einfrierbeutel liegen lassen und im gesamten, komplett auftauen lassen. So wird euer Brot wieder (fast) wie frisch und ihr könnt euch gleich mehrfach daran erfreuen. Alternativ könnt ihr das Brot auch ganz unkompliziert tagsüber für circa vier Stunden auftauen lassen und im Anschluss für circa 20 Minuten bei 200 Grad in den Ofen schieben. Mikrowelle? – Nein danke! 😉 Solltet ihr euer Brot in Scheiben eingefroren haben, könnt ihr euch als Faustregel merken: Eine Scheibe Brot benötigt in etwa 20 Minuten Auftauzeit, ab und an – je nach Scheibendicke – hilft auch ein gut eingestellter Toaster. Bedenkt außerdem, dass Brot, am besten nicht für länger als drei Monate in eurem Eisfach lagern sollte.

So! Genug der Theorien. Bevor eingefroren werden kann, muss erst mal gebacken werden. Darum gibt es jetzt für euch unser versprochenes Dinkelroggenmischbrot-Rezept.

Unser Brotrezept für euch: Das perfekte Dinkelroggenmischbrot

Dinkelroggenmischbrot:

Zutaten:
300 g Dinkelmehl Typ 630
200 g Roggenmehl Typ 1150
10 g frische Hefe
10 g Salz
Roggensauerteig (Päckchen – bitte die Anleitung auf dem Päckchen beachten, diese ist vom Hersteller immer unterschiedlich)
ca. 350 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung:
1. Frische Hefe im lauwarmen Wasser einrühren, damit diese sich auflöst.

2. Gesiebtes Mehl, Salz, Hefe und Wasser vermischen und den Roggensauerteig (Mengenangabe auf dem Päckchen beachten) hinzufügen.
Dabei soll eine homogene Masse mit glatter Struktur entstehen.

3. Die Masse im Anschluss per Hand circa drei bis fünf Minuten durchkneten.

4. Den Teig in eine Schüssel legen, abdecken und ca. 30 Minuten ruhen lassen.
Am besten bei Zimmertemperatur (je wärmer, desto besser).

5. Anschließend den Teig per Hand in die gewünschte Form (rund oder länglich) wirken (also mit dem Handballen einkneten) und in die Backform bringen/legen.
(Backform einfetten, wenn diese nicht beschichtet ist.)

6. Den Teig circa 45 Minuten zugedeckt garen lassen.

7. Den Backofen auf 250 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

8. Wahlweise kann der Teig nun „dekoriert“ werden,
zum Beispiel durch Bestäuben mit Mehl oder auch mit verzierenden Teig-Einschnitten.

9. Das Brot in den Ofen schieben und fünf Minuten bei 250 Grad backen lassen. Im Anschluss die Temperatur auf 200 – 220 Grad reduzieren und weitere 45 Minuten backen, bis das Brot fertig ist.

10. Das Brot gleich herausnehmen und mit dem Klopftest prüfen, ob es durch ist.
(Klopftest: man nimmt das Brot und klopft auf den Boden des Brotes. Klingt es tief/dumpf, ist es fertig.)

Extra-Tipp: Nach dem Backen könnt ihr euer fertiges Brot noch mit Wasser besprühen, dann bekommt es einen schönen Glanz.

Wir wünschen euch viel Freude beim Nachbacken!